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Geschichte

Ustertag

Am 22. November 1830 versammelten sich auf dem Zimiker-Hügel in Uster rund zehntausend Männer der zürcherischen Landschaft und verlangten mit dem «Memorial von Uster» eine neue Verfassung. Das Hauptanliegen war die Gleichstellung von Stadt und Land. Der Ustertag darf wegen seiner Wucht, seiner Zielgerichtetheit und der Schnelligkeit der Ereignisse als Revolution bezeichnet werden. Er bedeutete die politische Wende zum modernen Kanton Zürich.

Uster ist für die moderne Schweiz, was Sempach für die Alte Eidgenossenschaft: ein entscheidender Durchbruch. Uster ist ein Beleg dafür, dass unser Volk in seiner Geschichte immer wieder die Kraft zur Erneuerung gefunden hat, ohne darüber seine historische und politische Identität zu verlieren

Bundesrat Kaspar Villiger, 20. November 1994 in seiner Ansprache zum Ustertag

Der Ustertag ist mein heimlicher Nationalfeiertag. Er ist der Ursprung der „modernen“ Schweiz. 1291 oder 1315 mögen als romantische Platzhalter ihren Dienst erweisen. Das historische Lexikon der Schweiz schreibt dazu: „Mit dem Ustertag vom 22.11.1830 begann die zürcherische Regeneration“. Ein Ziel der Regeneration war die Übervertretung der Städte gegen über den Gemeinden abzuschaffen.

Darum ist der 22. November in meiner Agenda als Erinnerung eingetragen.

Seit 1931 findet zu diesem historischen Ereignis ein Gedenktag in der Reformierten Kirche von Uster statt. Nach der Feier geht es mit Trommel und Gewehrsalven in die Landihalle zum Apero.

Mehr Informationen gibt es auf der Homepage des Ustertagkomitee

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